«Mehmet» war noch zu jung, um den Führerschein zu machen, aber alt genug, um einen Rekord aufzustellen. 1984 als Kind türkischer Migranten in München geboren, hatte er bis 1998 schon mehr als sechzig Straftaten begangen, darunter Diebstähle, Einbrüche, Raubüberfälle, Körperverletzungen und Nötigungnen. Da Täter bis zum 14. Lebensjahr nicht strafmündig sind, konnte die Münchener Polizei die Delikte nur protokollieren, aber nichts unternehmen. Erst nachdem «Mehme» nach seinem 14. Geburtstag einen Mitschüler krankenhausreif schlug und ausraubt hatte, wurde er zu einem Jahr Haft verurteilt und in die Türkei zurück-geschickt. Es war das erste Mal, dass ein Kind von Ausländern, ...