Ich spielte kurz mit dem Gedanken, hier einen persönlichen Jahresrückblick zu schreiben, hab das dann aber schnell wieder verworfen, weil er doch sehr knapp geworden wäre; schon wieder mehr gelitten als gelacht. Und dass es, je länger sich die Tage zogen in diesem Jahr, mir immer weniger gelang, über das Erlittene zu lachen oder ihm wenigstens mit Lakonie oder Stoizismus zu begegnen. Das Erlittene ist nichts Dramatisches, allenfalls mag seine Gewöhnlichkeit etwas Tragisches in sich bergen. Was dieses Jahr auf der Strecke blieb, nebst all den üblichen kleinen und unerfüllten Träumen, ist das Gefühl der Zuversicht.
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