Die Süddeutsche Zeitung spricht jetzt von einer «verlorenen Liebe». Was nach grossem Gefühlskino klingt, aber nur die Geschichte einer Enttäuschung erzählt: Der Medienkanzler Schröder mag das Scheinwerferlicht nicht mehr, seit ihn die Journalisten fallen liessen. Nun schmollt er.
Dabei hat doch alles so schön begonnen. Das Monument Kohl weggesprengt. Neue Frau, neuer Hund, neues Auto. Ein zähnefletschender Erfolgs-Schröder mit den modernen Insignien der Macht: Zigarre und Brioni-Anzug. Die Medien im Glück. Endlich, ein deutscher Blair ward geboren. Aber mit einem feinen Unterschied: Der britische Premier verfolgte ein politisches Programm und hatte dank Thatcher auch keine Gewer ...