Hitomi Soga kann nicht nach Hause. Denn, sagt die Regierung in Tokio, sie sei nun zu Hause: in Japan. Endlich wieder, nach 24 Jahren. Die meisten Japaner stimmen dem zu.
An einem Augustabend 1978 war Soga von der Insel Sado in der Japanischen See ver-schwunden, zusammen mit ihrer Mutter, die bis heute verschollen ist. Beide wurden später für tot erklärt. Wahr ist: Nordkoreanische Agenten hatten die damals 19-jährige Krankenpflegerin in ihre Gewalt gebracht und nach Pjöngjang verschleppt. Nun ist Hitomi Soga zurück in Japan, auf Schritt und Tritt verfolgt von Kameras. Alle paar Tage gibt sie Pressekonferenzen. Derweil bitten ihre beiden Töchter sie im Wochenblatt Shukan Kinyobi, bald n ...