«Mich dauert diese Beschimpfungsorgie», sagte Martin Walser, nachdem sein Buch «Tod eines Kritikers» vom deutschen Feuilleton als «literarische Barbarei» bezeichnet worden war. Etwas weniger gewählt war Rudi Völlers Kritik an der Kultur der Kritik nach dem torlosen Unentschieden der deutschen Nationalmannschaft gegen Island. Es war ein flächendeckendes Verbalbombardement gegen die Nomenklatura der deutschen Meinungs-Gurus mit besonderer Berücksichtigung von Günter Netzer, dem Reich-Ranicki des kommentatorischen ARD-Duetts. Eine ehrliche Haut, dieser «Rambo-Rudi» (Bild), der mit offenem Visier gegen den grassierenden Negativismus ankämpft. Schliesslich hätte er den Medienboykot ...