Gertrud Leutenegger: Späte Gäste. Suhrkamp. 174 S., Fr. 34.90
Bis heute pocht sie beim Schreiben auf einen Zustand zwischen Aussprechen und Verschweigen. Gertrud Leutenegger, 1948 geborene Schweizer Schriftstellerin, die 1975 mit dem Roman «Vorabend» debütierte, hielt schon damals nicht viel vom kompakten, kohärenten Erzählen. Ihr erzählerisches Mittel ist die Erzeugung einer Klangwolke, ein Balancieren zwischen Wachzustand und Traum. Das Vergangene soll durch dieses Verfahren nicht zu viel Gewicht erhalten und der Text eine Vorahnung aller künftigen Möglichkeiten eröffnen. Das ist auch in ihrem neuen Roman «Späte G& ...