Weine kommen, Weine gehen. Zuweilen verschwinden ganze Sorten, und andere erleben die erstaunlichsten Wiedergeburten. Wie die Renaissance des Barbera. Der war vor Zeiten so erledigt, dass selbst seine treuste Kundschaft, die alten Männer, die in italienischen Bars ihre Einer mümmelten, fahnenflüchtig wurden: 1986, als in italienischen supermercati methylverseuchter Barbera an die zwanzig Tote forderte. Allein, eben dieser GAU war die Chance (für den Barbera nicht anders als für die Österreicher mit ihrem fast gleichzeitigen Glykol-Skandal). Ganz nach Nietzsches Satz: «Was mich nicht umbringt, macht mich stark.» Aus dem Getränk wurde ein Wein.
Renommierte Produzenten entdeckten im ...