In schweren Zeiten bietet uns Friedrich Hölderlin eine tröstliche Perspektive. Der vor 250 Jahren geborene Dichter überlebte jede Instrumentalisierung.
Hölderlins Dichtung ist für uns ein Schicksal. Es wartet darauf, dass die Sterblichen ihm entsprechen.» Bis vor wenigen Tagen hätte ich diese Werbung Martin Heideggers, den Dichter Friedrich Hölderlin zu lesen, noch als zu wuchtig, zu pathetisch, zu orakelhaft zurückgewiesen. «Dichtung» – «Schicksal» – «Sterbliche»: Das klingt in meinen Ohren nach Grossdeutschem Rundfunk und Blut und Boden. Aber es hilft ja nichts. In diesen Zeiten existenzieller Herausforderung komme ich nicht mit der «Sportschau» über die Runden. Wenn ich den Konvoi der Leichenwagen aus Bergamo fahren sehe und darüber nachg ...
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