Der Herbst ist reif, die Trüffel fliegen tief. Wer zur Zeit gehobene Gastwirtschaften besucht, hat eine gute Chance, die teuerste Mahlzeit seines Lebens zu ergattern. Die scheinheilige Frage des Kellners, ob man die Nudeln oder den Risotto oder die Fonduta «mit» nehmen möchte, kostet, falls man sie mit einem unsicheren Nicken beantwortet, gut und gern einen Hunderter. Der Kellner rückt in Folge mit Hobel und einem mit weissem Tuch ausgeschlagenen Körbchen an, baut sich wie ein Festredner vor dem Tisch auf und hobelt anschliessend drei, vier Scheibchen einer unscheinbaren, graubraunen Knolle auf den Teller des Gastes, wobei die meisten Kellner ein Gesicht machen wie Dick Cheney, der Joh ...