Es ist ein Irrglaube, dass jeder Film, der fürs Kino produziert wird, folglich die grosse Leinwand brauche. Es gibt Werke mit komplizierten Erzählstrukturen, denen das Kinoformat zum Hindernis werden kann. Viele Spätwerke Jean-Luc Godards waren aufgrund ihres intellektuellen Anspruchs für das kleine TV wesentlich besser geeignet. Der Bildschirm ist überschaubar, hält auf Distanz, bezieht sich mehr auf den Kopf und weniger auf den Bauch. Um Missverständnissen vorzubeugen: Gemeint ist das Geräteformat und nur auf die Ausstrahlung gewisser Spielfilme bezogen. Western etwa, die Raum und Emotionen brauchen, verlieren auf der Mattscheibe. Jüngstes Beispiel eines solchen Missverständnisse ...