Sie schreibt mit der Regelmässigkeit und Ausdauer eines Metronoms. Länger als drei oder vier Stunden schlafe sie nie, behauptet die Belgierin Amélie Nothomb, und unter den vielen Faktoren, die sie zur Schriftstellerin gemacht haben, sei Schlaflosigkeit der wichtigste. «Ich schreibe jeden Tag, ausnahmslos», bekennt sie, denn nur so könne sie die bösen Geister, die Selbstzweifel und die Ängste ihrer Träume vertreiben. In zahlreichen Interviews lässt Amélie Nothomb die Öffentlichkeit wissen, dass sie zwischen vier und acht Uhr morgens im Schneidersitz auf dem Sofa ihrer grossräumigen Wohnung sitze und mit einem Füllfederhalter in tranceartiger Versenkung Schulhefte vol ...