Erst 19 Jahre alt ist er, und doch kennt ihn schon ganz Berlin: der Apothekergeselle Johann Friedrich Böttger. Das «Geheimnüss aller Geheimnüsse» habe er entdeckt, erzählt man sich, nun könne er Blei zu Gold machen. Doch nicht Geld ist ihm das höchste Gut, sondern Freiheit. Als ihn der Preussenkönig zu sich bestellt, auf dass er ihm die Staatskasse fülle, flieht er Ende Oktober 1701 Hals über Kopf nach Sachsen. Die Preussen verlangen seine Auslieferung. In seiner Not wendet sich Böttger an August den Starken, Kurfürst von Sachsen und König von Polen: «Ich bin mir nichts Böses bewusst und kan mit gutem Gewissen schwören, dass ich dergleichen Tractament mit keinem Verbrechen v ...