Ausgerechnet während der Chilbi, sagten sich Einwohner von Zollikon, in diesen Tagen, da man traditionell Anspruch auf Freiluftvergnügen hat: DIE FLUT IN DEN ALPEN. Überschwemmungen, Verkehrschaos, Schlammlawinen, Tote. So masslos, zwecklos und vernunftwidrig, dass als Urheber nur das Schicksal in Frage kommt, diese stumpfsinnige, blinde, archaische, ausnahmsweise nicht vorsintflutliche Macht. Wir reiben uns die Augen, halb ungläubig, halb gekränkt. Schlagen in Bangladesch die Naturgewalten zu, wundert es keinen; was haben die Leute dort gegen die Natur unternommen? In der Schweiz jedoch, diesem emsigen, technisierten, reichen Land? Hier wirkt die Flut wie ein anachronistischer Hohn auf ...