Ich habe mich immer etwas gewundert, dass die Schaffhauser eine Traubensorte sozusagen zum kantonalen Erbgut erhoben und ihr Gebiet zum «Blauburgunderland» deklariert haben. Als ob sonst nirgends in der Ostschweiz Pinot noir die Leitsorte wäre – nicht nur in den burgundischen Topqualitäten der Bündner Herrschaft, sondern, stilistisch näher, in Musterbetrieben in der Zürcher und Thurgauer Nachbarschaft. Was allerdings stimmt: Drei von vier Rebstöcken im Schaffhausischen sind Blauburgunder, und der Kanton hat mit dem Klettgau eine der zauberhaftesten Reblandschaften der Schweiz. Das «Bad Osterfingen» ist eine der schönsten Gastwirtschaften der Schweiz, es wäre selbst dann eine R ...