Es war die gute Tat des ausgehenden 20. Jahrhunderts: Schulen bauen statt Schulden zahlen. Am G-7-Gipfel vom 20. Juni 1999 in Köln beschlossen die reichen Industrieländer das, was die 50000 Demonstranten draussen auf der Strasse forderten: einen Schuldenerlass für die ärmsten Entwicklungsländer. Mit Lob bedachten die Globalisierungskritiker ihren Erzfeind, den Internationalen Währungsfonds. Und der damalige Weltbankpräsident James Wolfensohn jubelte von «sehr guten Nachrichten für die Armen der Welt». Kein Land solle daran gehindert werden, in die Bildung zu investieren, nur weil es ihm an den Mitteln fehle.
41,3 Milliarden US-Dollar haben die Kölner Versprechen von 1999 bis heute ...