Ein deutscher Trendforscher orakelte kürzlich, die Zukunft des modernen Zeitgenossen werde von «Fernanwesenheit» dominiert. Gemeint sei die Verknüpfung der biologischen mit der virtuellen Welt. Der Irak-Krieg mit seinen «embedded journalists» ist ein verblüffender Vorgeschmack darauf. Weniger eingebettet reagieren allerdings amerikanische Horror-Autoren auf das Phänomen. Es dient ihnen eher als ideale Einfallschneise, um mit dem emotionalen Chaos spielen zu können, das die «Fernanwesenheit» mit sich bringt.
Zum Beispiel Dean Koontz (58), der als scharfer Rivale von Stephen King gilt. Mit Recht; Koontz ist aktualitätsbewusster. Ihn interessiert in seinem jüngst erschienenen Roma ...