Das Weingut Riecine in Gaiole in Chianti ist insofern eine Kuriosität, als ein Brite in den siebziger Jahren seine Wiederbelebung initiierte. Das Terrain ist uraltes Rebgelände, das vor Jahrtausenden schon die Etrusker kultiviert hatten. Aber erst 1971 kaufte John Dunkley die ersten eineinhalb Hektaren von dem berühmten Kloster Badia a Coltibuono, seinerseits ein mythischer Schwerpunkt des neuen Chianti. Lag den Briten ursprünglich das Bordelais seit dem Hundertjährigen Krieg naturgemäss näher (unzählige renommierte Namen der Bordeaux-Nomenklatura zeugen davon, von Château Smith Haut Lafitte bis Château Talbot), ist die Leidenschaft von Mister Dunkley für die toskanische Ursorte ...