Neulich las ich einen alten Roman des britischen Humoristen P. G. Wodehouse. Darin zitierten zwei Figuren den Satz: «Jeden Tag geht es mir besser und besser.» In den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts, als Wodehouse sein Buch schrieb, war dieser Satz das Markenzeichen des Franzosen Emile Coué (1857–1926), dessen internationale Berühmtheit 1923 mit einer riesigen Tagung in New York ihren Höhepunkt erreichte. Als er noch Apotheker war, hatte ihn der Placebo-Effekt verschiedener Heilmittel interessiert, die herzustellen man ihn gebeten hatte. Da viele Rezepte keine aktiven Ingredienzen enthielten, musste ihre Heilwirkung vor allem psychologische Gründe haben. Daraus folgerte Cou� ...