Als sie die Bestellung aufgenommen hat, sagt uns die Servicefrau frisch von der Leber weg: «Das würde ich jetzt nie essen.» Gemeint ist das Spanferkelfilet, das uns Städtern bei den «HoptÂschpiise» – wir sind im «Bären» in Gonten, Appenzell Innerrhoden – sogleich ins Auge stach. In den Kindheitserinnerungen der jungen Serviceangestellten müssen die gefrässigen Ferkelchen offenbar allerliebst herumtollen. Also, wie kann man so herzlos sein, diese schon im Alter von anderthalb Monaten zur Schlachtbank zu führen und zu verspeisen? Ich komme mir wie ein Babyschänder vor, denn neben dem Spanferkel, das so jung sein Leben lassen musste, habe ich bei den «Vooschpiise» auch noch ...