Ich wollte bislang nicht über Michel Houellebecq schreiben, hauptsächlich weil dieser Tage so gut wie jeder Schriftsteller, der mit den dünnhäutigen Hütern islamischer Heiligtümer in Konflikt kommt, sofort als «der neue Rushdie» abgestempelt wird. Das ist doppelt deprimierend: erstens für mich, weil es mir zuwider ist, meinen Namen als Slogan zu hören, als wäre ich als Schandmaul eine eigene literarische Kategorie geworden, und zweitens für die jeweiligen Schriftsteller – der «bangladeschische Rushdie», der «chinesische Rushdie» und bald zweifellos der «erste Rushdie im Weltall» –, die sich ganz zu Recht darüber ärgern, dass ihre Schwierigkeiten mit dem dunkelsten Kap ...