Paul Biya ist der älteste Präsident in Afrika. Der Mann wird im Februar neunzig Jahre alt und hält sich – das Durchschnittsalter der Bevölkerung ist achtzehn Jahre – für unersetzlich. Biya steht für all das, was in Afrika gründlich schiefläuft. Er regiert Kamerun mehr durch Direktiven als durch persönliche Auftritte. Es gibt schon seit Jahren keine Kabinettssitzungen mehr mit ihm. Wie bei allen Autokraten sind seine seltenen Reden vor jubelnden Massen inszeniert. Er stützt seine Macht auf ethnische Loyalitäten und familiäre Bindungen. Er begegnet seiner Umgebung mit grenzenlosem Misstrauen. Öffentliche Posten wie Minister und Staatssekretäre oder Leitungspositionen in ...
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