Eine unbestimmte Zeit hindurch, ein Jahr lang oder etwas kürzer, schreibt eine Frau auf, was sie erlebt, woran sie denkt, wovon sie träumt, wie sie sich und die Welt sieht. Sie lebt in Montevideo, sie ist Ende dreissig, alleinerziehende Mutter eines Mädchens und eines Jungen, sie unterrichtet Geografie an einem staatlichen Abendgymnasium. Sie ist dabei, Schwung und Zuversicht der Jugend zu verlieren, glaubt diesen Verlust jedenfalls wahrzunehmen, lehnt sich aber nicht auf, verzweifelt nicht, nur zwischen den Zeilen klingt an, dass sie sich mehr vom Leben erwartet hat.
Am Ende des Romans, als sie ihre beiden vollgeschriebenen Notizbücher verbrennt, hat sich für sie einiges verändert: I ...