In sieben Jahrzehnten kommunistischer Herrschaft hat sich in China ein Medienverständnis etabliert, das sich diametral von dem etwa in der Schweiz unterscheidet. In China kommt der Presse vor allem die Rolle eines Meldeläufers und Vertriebspartners der Regierung zu. Journalisten sind subalterne Befehlsempfänger mit dem Auftrag, Informationen möglichst unkommentiert und nahe am Original in die verschiedenen medialen Gefässe abzufüllen und zu verbreiten. Viele Medien sind auch in staatlichem Besitz: die Medien im Dienst der Politik.
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