Die internationale Finanzgemeinde war verblüfft, als Alan Greenspan vor Weihnachten eines seiner kryptischen Referate mit Überlegungen zur wirtschaftlichen Bedeutung des Goldes begann. Denn der Hüter des US-Dollar, der seit 1987 im Amt ist und jedes Wort auf die Goldwaage legt, hat sich seither nie mehr zu diesem Thema geäussert. Obwohl Gold in jungen Jahren eines seiner Steckenpferde war: In einem berühmten Aufsatz von 1966 erklärte der einstige Ultra-Liberale, nur Gold könne die ökonomische Freiheit der Bürger schützen.
Was bedeutet es, wenn der amerikanische Notenbankchef, den viele in den Neunzigern als mächtigsten Mann der Welt verehrten, auf einmal über Gold nachdenkt? Dar ...