Wo «Opernhaus des Jahres» draufsteht, geht man mit grossen Erwartungen hinein. Mozarts Klassiker «Le nozze di Figaro» ist hier, wo wenige Wochen zuvor die internationale Kritik einer von Christoph Marthaler inszenierten Opern-Uraufführung lauschte, fast schon zu gewöhnlich. Doch gerade weil das Gewöhnliche am Theater Basel meist anders gesehen wird, trägt das Haus den stolzen Titel.
«Basel schlägt Zürich», titelte der Tages- Anzeiger im Herbst. Der Schlag sass, kam er doch von dort, wo in den letzten zwanzig Jahren fast nur Wohlwollendes zum Zürcher Opernzirkus zu lesen gewesen war. Jetzt fehle es an frischen Ideen und Wagemut, und man harre «etwas resigniert der letzten Perei ...