Alltäglicher, gewöhnlicher kann der Rahmen nicht sein. Hoch oben in abgelegener, schroffer Bergwelt unterwerfen sich Bauer Paul und seine Frau Rosine der ewigen Plackerei: früh aus den Federn, frühstücken, Stallarbeit, mähen, melken, kochen. Ihre Sprache ist im Sog der ritualisierten Arbeitsabläufe verkümmert, und es gibt kaum Hinweise auf das, was die beiden denken: Alles äussert sich in den Abmessungen ihrer Tätigkeiten – bis auf Paul, ein patriarchaler Grobian, der seine Frau demütigt und schlägt, weil sie weniger erbringt als das Nutzvieh. Für eine verletzte Kuh hat er mehr Zärtlichkeit. Seine Rinder produzieren täglich Milch, Rosine bringt nicht mal männlichen Nachwuch ...