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Bayerischer Avantgardismus

Bayerischer Avantgardismus

BMW gehört zu den erfolgreichsten Anbietern von Elektroautos in Europa. Dabei setzt der Hersteller auch auf extrovertierte Modelle wie den neuen iX.

Als «Meilenstein unserer Elektromobilitätsstrategie» hat der Vorstandsvorsitzende der BMW AG, Oliver Zipse, den iX bei der Markteinführung bezeichnet. Jetzt steht das avantgardistisch gezeichnete SUV in einer gründlich überarbeiteten Version in den Ausstellungsräumen der Händler, was Gelegenheit genug ist, über den Mut zu einer durchaus polarisierenden Formensprache zu reden, der BMW von den meisten europäischen Konkurrenten unterscheidet.

Unerschütterlicher Glaube an die Zukunft: Frontpartie mit «Iconic Glow»-Niere.

Diese Geschichte begann aber bereits 2013, als BMW den i3 auf den Markt brachte und damit viele Konventionen brach und radikale Ideen für die Zukunft der Elektromobilität einführte. Das kompakte E-Auto wurde auf Basis einer leichten Carbon-Karosserie gebaut. Früh schon setzten die Entwickler und Designer auf nachhaltige Materialien aus Recyclingstoffen und erneuerbare Energien zum Betrieb der Fabrik in Leipzig, wo das Auto gebaut wurde. Elektromobilität, davon waren die Verantwortlichen überzeugt, benötige einen komplett neuen Denkansatz – und den brachte man auch optisch zum Ausdruck.

Das Design des BMW i3, der bis 2022 gebaut wurde, gab viel zu reden und reihte sich in eine Tradition der kontroversen Formensprache ein. Autofreunde mit einer gewissen Lebenserfahrung erinnern sich an die Entwürfe des amerikanischen Designers Chris Bangle, der von 1992 bis 2009 für BMW gearbeitet hat und mit seinen Ideen für die 7er- oder die 6er-Limousine für Kontroversen sorgte.

Wer allerdings heute den auffälligen i3 auf der Strasse bemerkt, sieht ein Auto, das erstaunlicherweise immer noch aktuell aussieht und beweist, dass die damaligen Ideen noch immer Gültigkeit haben und sich der Mut zum Experiment gelohnt hat.

 

Kundenwunsch grössere Reichweite

Entwicklungsvorstand Frank Weber hat in einem Interview den iX als «konsequente Weiterentwicklung» bezeichnet. «Wir haben die Erkenntnisse aus dem i3 genommen und sie auf ein Fahrzeug angewendet, das maximale Reichweite, Raumgefühl und Fahrspass bietet. Das Design ist die Hülle für diese Technologie», so der Auto-Manager über die Lehren aus der eigenen Geschichte.

Auch wenn der iX für ein breiteres Publikum konzipiert wurde als der eigenwillige i3, ist die Verwandtschaft dennoch zu erkennen.

Die Vorderansicht des Autos wirkt zwar immer noch sehr präsent, aber auch etwas feiner und raffinierter.

Auch der iX ist ein Statement für den unerschütterlichen Glauben an die Zukunft und daran, dass Fortschritt durch geniale menschliche Ideen möglich ist. Bei der Überarbeitung des Fahrzeugs haben die Verantwortlichen ausserdem sehr genau auf Wünsche und Kritik der Kunden gehört.

Dazu gehört beispielsweise das Bedürfnis nach mehr Reichweite, das viele iX-Käufer oder -Interessenten geäussert haben. Sie beträgt jetzt dank einer neuen Batterie-Zellentechnologie im BMW iX xDrive45 bis zu 602 Kilometer, der xDrive60 gar bis zu 701 Kilometer und das Topmodell iX M70 xDrive bis zu 600 Kilometer. Möglich wird dies durch eine verbesserte Leistungselektronik und Optimierung an Radlagern und Bereifung, was zudem den Verbrauch im WLTP-Messzyklus um mehr als 8 Prozent reduziert. Trotzdem haben alle Modelle jetzt auch mehr Leistung, im BMW iX M70 xDrive sind es stattliche 485 kW/659 PS.

 

Mehr Licht

Aber auch die Ladeleistung wurde erhöht, sie beträgt jetzt 175 beziehungsweise 195 kW – je nach Modellvariante. Die überarbeitete Vorklimatisierung der Hochvoltbatterie sorgt ebenso wie das Aufheizen des Speichers mit der für die Fahrzeugklimatisierung eingebauten Wärmepumpe auf effiziente Art für kürzere Ladezeiten. Im Topmodell iX M70 xDrive können jetzt bei hoher Ladeleistung an einem entsprechenden Gleichstromanschluss in zehn Minuten 152 bis 182 Kilometer Reichweite geladen werden.

Während einige der Verbesserungen beim neuen BMW iX eher spür- als sichtbar sind, fallen sie im Innenraum sofort auf. So wurden zusätzliche haptische Bedienelemente integriert, weil viele Kunden die fast nur auf dem berührungsempfindlichen Bildschirm aufgebaute Steuerung kritisiert hatten. Und die neuen Multikontursitze sehen nicht nur markant aus, sondern weisen auch einen besseren Seitenhalt und einen höheren Langstreckenkomfort auf.

Schliesslich wurden auch am äusseren Design Anpassungen gemacht, welche das Feedback der Käufer berücksichtigen. Die Vorderansicht des Autos wirkt zwar immer noch sehr präsent, aber auch etwas feiner und raffinierter, was unter anderem auf die Gestaltung der Hightech-Folie im Zentrum der stark abstrahierten BMW-Niere zurückzuführen ist, die zudem beleuchtet werden kann («Iconic Glow»). Auch die auffällig schmalen, hochgesetzten Scheinwerfer verändern den Auftritt und Ausdruck des Autos deutlich. Diese sind, wie auch die aufreizend schmalen Heckleuchten, mit einer neuen LED-Technologie ausgestattet, die ein besseres Lichtbild mit einer höheren Erkennbarkeit kombiniert.

 

Fortschritt aus Mut

Während manche kleine – und grössere – Überarbeitungen den neuen BMW iX zu einem noch besseren, ebenso praktischen wie formvollendete Auto für jede Art von Fahrt machen, ist das «Sports Activity Vehicle» aus Bayern daneben auch immer ein Statement für die avantgardistische Ästethik und die Überzeugung, dass aus Mut Fortschritt entsteht.

 

BMW iX xDrive45 (300 kW/408 PS) ab Fr. 98 900.–; iX xDrive60 (400 kW/544 PS) ab Fr. 114 900.–; iX M70 xDrive (485 kW/659 PS) ab Fr. 147 500.–.

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