Wirklich wichtige Veränderungen kündigt die EU nicht mit Fanfarenstössen an. Sie schleichen klammheimlich, auf leisen Sohlen, heran – wie der soeben unterzeichnete Vertrag über die Verteidigungsgemeinschaft mit dem sperrigen Namen «Permanente strukturierte Zusammenarbeit» (Pesco), mit der sich die Union eine Wehrkapazität geben möchte.
Zugleich knüpft die EU damit an ihre Anfänge an. Denn lange bevor es eine EWG, eine Europäische Wirtschaftsgemeinschaft, gab, sollte es eine EVG geben, eine Verteidigungsgemeinschaft. Doch Frankreich machte dieser Idee seinerzeit den Garaus.
Unterschiedliche Vorstellungen
Heute indes ist Paris – gemeinsam mit Berlin – der Haupttreiber eines We ...