Eigentlich wollte sie ja ihr Wort halten, wollte sie in die Geschichte als Politikerin eingehen, die immer zu ihrem Wort steht. Noch keinen Monat ist es her, dass die britische Regierungschefin Theresa May zum letzten von unzähligen Malen gelobte, es werde mit ihr keine vorgezogenen Wahlen vor dem festgelegten Termin 2020 geben.
Doch «eigentlich» ist eine variable Grösse in der Politik, die schnell von Realitäten und Gegebenheiten beiseitegewischt wird. Die aber diktieren, dass May dringend ein eigenes und vor allem starkes Mandat benötigt für die schwierigen und wohl unerfreulichen Scheidungsgespräche mit der EU. Anders als im Volk, das mehrheitlich für einen Austritt aus der EU ge ...