Fünf Wochen waren seit der Tat vergangen, als Marianne T. zufällig von einem Mädchen aus der Nachbarschaft erfuhr, was das halbe Dorf längst zu wissen glaubte: dass ihre Tochter Sarah*, 5, beim Spielplatz von Ardip*, 13, und Behar*, 10, vergewaltigt worden sei. Sogar Sarahs Schwester, eine Erstklässlerin, will es gehört haben: «D Sarah isch gfiggat worda», erklärte sie ihrer Mutter. Bestätigt wurde diese Version sodann von einem zehnjährigen Jungen, der beobachtet haben will, wie Behar die schreiende Sarah festhielt, während sich Ardip über sie hermachte – wobei nicht klar ist, ob sich der Bursche wochenlang ausschwieg, weil er sich schämte oder weil er von Behar bedroht wurd ...