Auf dem Foto, mit dem er auf einer Online-Partnerbörse um die Gunst der Frauen warb, posierte der Mann im schwarzen T-Shirt und mit weisÂser Hose hinter einer Hecke in einem Park. So konnte die Betrachterin nicht erkennen, dass Osamah M., wie sich der irakische Asylant in Schaffhausen nannte, im Rollstuhl sass. Als Wohnort gab er Moskau an. Vielleicht ging es also gar nicht um Frauenbekanntschaften, sondern darum, unbemerkt von Polizei und Nachrichtendiensten mit Gleichgesinnten zu kommunizieren – auf einem unverdächtigen Kanal.
Osamah M., ein sunnitischer Iraker aus Kirkuk, wartet heute genau so wie sein Freund Wesam J. auf das alles entscheidende Gerichtsurteil. In dem bisher grösste ...