Kürzlich lud die Sonntagszeitung zum Kaffeekränzchen. Vier Vertreter der 68er Aktivdienstgeneration (Heidi Witzig, Dieter Meier, Werner Sieg, Peter Gross) plauderten nostalgisch über ihre verflossenen Revoluzzer-Tage. Ach, wie befreiend das doch damals war. Ein Aufstand gegen die muffige Langeweile der fünfziger Jahre. Und man schwänzte die Universität für eine gute Sache: Es ging schliesslich gegen den Vietnamkrieg. Dass gleichzeitig die sowjetischen Genossen in Prag den Frühling mit Panzern plattmachten, störte weniger, denn man pflegte lieber Kapitalismuskritik und Antiamerikanismus.
Es ist erstaunlich, mit welcher Altersmilde die 68er ihre eigene Jugend betrachten, wenn man bed ...