«Wer von beiden geht zuerst fremd?», frage ich auf dem Weg zum Taxistand. «Natürlich er», sagt Heidi. «Nein, sie», sage ich. «Keiner von beiden», sagt Julia, «die beiden sind glücklich, und ihr seid schlechte Menschen.»
Tom und Mariella hatten zu einem italienischen Abend geladen. Sein flauschiger Rollkragenpullover passte ebenso zu ihrem Make-up wie der Teppich, alles naturfarben, edle Schlichtheit. Geschirr und Gäste waren sorgfältig zusammengestellt, und auch die beigefarbenen Freundinnen machten den Eindruck, als würden sie von Hand gespült und trockengerieben. Feine Worte wurden wie Antipasti herumgereicht und gelobt. Es war alles so durchdacht, dass man spätestens nach ...