Wann wird jemand zum medialen Abschuss freigegeben? Als Harry Belafonte vor zwei Wochen US-Aussenminister Colin Powell einen Haussklaven nannte, dachte jeder, der Mann ist erledigt. Zu Haussklaven, erklärte «Day-O»-Sänger und Bürgerrechtskämpfer Belafonte in einer Radiosendung, seien nur jene Plantagesklaven geworden, die ihrem Besitzer nach dem Mund redeten. Exakt so einer sei Powell. Und Condoleezza Rice genauso. «Wenn jemand mit unserer Geschichte auf dem Buckel an die Macht kommt», sagte Belafonte, wie Colin jamaikanischer Abstammung, «dann erwarte ich von ihm, dass er denen dient, die immer noch in der Klemme sitzen. Selbst wenn er dafür gefeuert wird.»
Die Presse jaulte auf. ...