Ein wissenschaftliches Buch über Mode? Gibt es keine drängenderen Probleme? Die Mode, das ist doch die Welt des Oberflächlichen, Eitlen und Nichtigen, und jeder Versuch, diese flüchtige Scheinwelt verstandesmässig einzufangen, ist ebenso Vergeudung von Zeit und Geld. Aber wenn nun das Denken selbst lediglich Moden folgte? Dass in den siebziger Jahren die Intelligenzija alles und jedes auf «Zeichen» zurückführte, in den Achtzigern auf «différance» und in den Neunzigern auf «Beobachtung»: war das wirklich ein geistiges Fortschreiten oder nicht doch eher eine Abfolge von Moden (ein Rhythmus von Suche nach Neuem, Gewöhnung an das vorerst Schockierende, Abnützung und neuerliche Lu ...