SVP-Fraktionschef Thomas Aeschi hat in der Frühlingssession des Parlaments während der Debatte zur Ukraine die Frage aufgeworfen, ob man kontrolliere, wer alles unter dem Titel «Kriegsvertriebene» in die Schweiz flüchte. Dabei liess er den Satz fallen: «Es darf nicht sein, dass Nigerianer oder Iraker mit ukrainischen Pässen plötzlich achtzehnjährige Ukrainerinnen vergewaltigen.» Seine Aussage wirkte etwas schräg, weil er vergass, zu erwähnen, dass er sich auf einen konkreten Fall bezog. Aeschi ging wohl davon aus, dass alle wussten, worauf er damit anspielte. Im Parlament reagierte niemand.
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