Wenn es einen Politiker gibt, um den uns die Welt beneidet, dann ist es unser Aussenminister Heiko Maas. Er sei, sagt er, «wegen Auschwitz in die Politik» gegangen, soll heissen: in die SPD eingetreten. Deswegen engagiert er sich gegen Antisemitismus, wo immer sich dazu die Gelegenheit ergibt. Zuletzt Anfang August in einer Berliner Synagoge, wo er den anwesenden «Jüdinnen und Juden» versicherte, «dass Antisemitismus in unserer Gesellschaft keinen Platz hat». Das war eine klare Ansage, die freilich jeden Tag von der Wirklichkeit widerlegt wird. Antisemitismus hat in der deutschen Gesellschaft ebenso einen festen Platz wie die schwäbische Kehrwoch ...