Der Skandal kam für ihn völlig unerwartet. Ben Vautier hatte keinen Augenblick lang in Betracht gezogen, dass seine Schrifttafel «La Suisse n’existe pas» am Eingang des Schweizer Pavillons an der Weltausstellung in Sevilla Âeinen Proteststurm auslösen könnte inklusive parlamentarischer Vorstösse und einer Stellungnahme des Bundesrats. Wie die meisten guten Künstler liess sich Vautier beim Schaffensprozess nicht vom Kalkül, sondern vom Gefühl leiten. Und traf direkt ins zentrale ÂNervensystem der Schweiz. Später erklärte er, er habe mit dem Satz bloss ausdrücken wollen, dass die Schweiz über keine gemeinsame Sprache und damit über keine gemeinsame Kultur verfüge, über die ...