Was für ein Leben! Ben Ferencz, am 11. März 1920 in der hintersten Ecke des Königreichs Ungarn in eine zerrüttete und mausarme jüdische Familie geboren, als Baby nach New York gekommen, im Untergrund aufgewachsen zwischen Spielern, Dieben und Strassengangs, boxte sich nach oben, wählte den Weg des Rechts, studierte in Harvard Jura und zog gegen Hitler als Freiwilliger in den Krieg. Schon dies wäre eine Erfolgsgeschichte gewesen, doch es war erst der Anfang einer atemberaubenden Karriere, die ihn für mich zu einer der eindrücklichsten Figuren des 20. Jahrhunderts machten. Vor fünf Jahren, da war er schon 98, durfte ich ihn für die Weltwoche in seinem Bungalow in Florida besuc ...