Amerikanische Präsidenten sind stets auch amerikanische Mythen. Monumental geistern sie durch die Historie, egal, ob als Helden oder als Versager. Und ständig revidiert die Nachwelt die Hitliste der Amtsinhaber – gestern top, heute Flop. Harry Truman, einst als Lusche abgetan, mutierte mit zunehmender Distanz zu seinem Todestag zu einer nationalen Preziose, der arme Thomas Jefferson hingegen ist nicht mehr so edel, wie er einst schien.
Niemand aber, nicht einmal Gründervater George Washington, von dem es doch heisst, er habe nie gelogen, besitzt die mythische Ausstrahlungskraft John F. Kennedys. Sogar 39 Jahre nach seiner Ermordung in Dallas ranken sich Sagen um ihn, sind seinetwegen n ...