Gesammelte Werke, sagte mal einer, sind Grabmäler, Gedenkstätten, bei denen die Fragwürdigkeiten eines jeden Lebenswerks hinter dem monumentalen Ganzen verschwinden. Manchmal freilich erinnern wir uns aus solchem Anlass auch an die Koransure, die der exzentrische Fürst Pückler-Muskau (1785–1871) auf die Pyramide setzen liess, unter der er im Park von Schloss Branitz beigesetzt wurde: «Gräber sind die Bergspitzen einer fernen neuen Welt». Kein schlechtes Motto für den CD-Würfel mit 21 Scheiben, mit dem ECM dem Art Ensemble of Chicago, der Grenzen sprengenden Avantgarde-Formation der sechziger und siebziger Jahre, ein Denkmal setzt. Und ...