Chung Mong-Joon, koreanischer Vizepräsident des Weltfussballverbandes Fifa, hat eine simple Erklärung für das Verhalten seines Präsidenten: Sepp Blatter sei einfach «under too much stress». In Anbetracht der unglaublichen Geschichten, die sich derzeit auf dem Sonnenberg, der Fifa-Zentrale in Zürich, abspielen, können die sanften Worte des ehemaligen Geheimdienstchefs nur ironisch gemeint sein.
Sepp Blatter möchte am 29. Mai, zwei Tage vor Beginn der Fussball-WM in Japan und Korea, für eine weitere Amtsperiode als Fifa-Präsident gewählt werden. Doch die Tage bis zur Wahl sind härter als erwartet, die Vorwürfe an seine Amts- und Finanzführung schärfer als befürchtet. Seit der ...