Es ist gegen vier Uhr morgens, als der DJ vor der Berner Reitschule die Musik abdreht und eine Audiobotschaft abspielt. «Heute tragen wir unsere Wut auf die Strasse», sagt ein junger Mann mit gepresster Stimme, «heute lassen wir uns nicht unterdrücken von Kapitalismus und Konsum . . .» Das Publikum, das eben noch friedlich getanzt hat, wird nervös: «Halt endlich die Fresse», ruft jemand, «wir wollen Musik!» Wenige hundert Meter entfernt, am Berner Hauptbahnhof, prügeln sich linke Chaoten, Hooligans und Randalierer mit der Polizei, zerstören Billettautomaten und schlagen Scheiben ein.
Die Demonstration «Tanz dich frei!», mit der Jugendliche für mehr Freiräume werben wol ...