Man wähnt sich in einem miesen Schwank, der einfach nicht enden will. Mit jeder Tür, die aufgerissen wird, geht die Übersicht noch mehr verloren. Und je länger das Stück gespielt wird, desto peinlicher wirken die Schauspieler: Diese Woche sind die amtlichen Untersuchungen über die Schweizer Beziehungen zum südafrikanischen Apartheidregime vollends zur Travestie geraten. Parlament und Militärdepartement lieferten sich, angeheizt durch Indiskretionen im Sonntagsblick, ein öffentliches Hickhack. Um Südafrika geht es in diesem Streit überhaupt nicht mehr – der Vorwurf einer Unterstützung der Rassisten am Kap ist weitgehend vom Tisch –, dafür umso mehr um formalistische Marginali ...