Antiamerikanisch gesinnte Europäer tanken nirgends lieber auf als an der vollschlanken Zapfsäule Michael Moore. Besonders Bush-kritische Statements sind dort billig zu haben. Moore, Jahrgang 1954, erzählt zwar nie viel Neues, das aber mit durchschlagender Wirkung. Schon bevor er für «Bowling for Columbine», einem Dokumentarfilm über den Waffenkult der Amerikaner, einen Oscar erhielt, spielte der Film in Europa höhere Summen ein als mancher Blockbuster (bis heute 220000 Eintritte in der Schweiz).
Gleiches lässt sich für seine Streitschrift «Stupid White Men» sagen, eine Abrechnung mit dem Amerika von George W. Bush. Das Buch steht nicht nur in den Vereinigten Staaten seit über ei ...