Es ist ein Trauerspiel, was derzeit am Bundesstrafgericht in Bellinzona abläuft. Fast jeden Tag sorgt das eidgenössische Gericht für unrühmliche Schlagzeilen. Es geht zur Hauptsache um amouröse Affären, um Richter, die trotz Vollzeitpensen Nebenbeschäftigungen ausüben, es geht um Günstlingswirtschaft, um intransparente Karrieresprünge und um die Gerichtsspitze, die entgegen der Usanz von zwei Deutschschweizer SVP-Richtern besetzt wird: von Präsidentin Sylvia Frei, die bis vor kurzem neben ihrer Stelle als eidgenössische Richterin noch als Anwältin in Winterthur tätig war, und vom Vizepräsidenten Stephan Blättler, ...