Nach einem Drittel eines Jahrhunderts als Professor an der Uni Basel sowie insgesamt sechs Jahren als Dekan verwundert mich die Debatte um deutschen Filz an Schweizer Hochschulen nicht. Die Präsenz deutscher Professoren ist jedoch kein gravierendes bildungs- oder universitätspolitisches Problem an sich, sondern widerspiegelt hausgemachte Mängel vor allem in den Geistes- und Kulturwissenschaften an deutschschweizerischen Universitäten.
Professuren werden international ausgeschrieben. Da aber die Unterrichtssprache zur Hauptsache Deutsch ist, melden sich Bewerber nicht nur aus der Schweiz, sondern auch aus dem etwa gleich grossen Österreich und eben in grösseren Zahlen aus dem zehnmal g ...