Wein verkosten, wer wüsste das nicht, ist ein höchst subjektives Unterfangen. Objektiv messbare Kriterien gibt es nicht, entsprechend enthält eine Flasche entgegen der Weisheit «In vino veritas» viele Wahrheiten. Das gilt auch für Blinddegustationen kompetentester Juroren. Die gleichen Fachleute können an einem Tag zu einem, am nächsten – mit den genau gleichen Weinen – zu einem ganz anderen Resultat kommen. Was einen aufs Erste an der Ernsthaftigkeit jeglicher Weinbewertung verzweifeln lässt, hat auch einen tröstlichen Aspekt. Berühmt-berüchtigt wurde die Weinprobe, die der Kritiker und Weinhändler Stev ...