John Abercrombie ist einer der grossen Gitarristen. Nur nimmt das, anders als im Fall seiner Kollegen Pat Metheny, Bill Frisell oder John Scofield, keiner so recht wahr. Seine Kunst ist eine des Raffinements, nicht des Effekts. Seit seinen Anfängen war er fasziniert von den musikalischen Innenräumen eines Jim Hall. Alles, was Abercrombie für Manfred Eichers Label ECM aufnahm (über 40 Titel, 27 unter eigenem Namen), steht im Zeichen der Subtilität, der leisen Töne, der feinen Nuancen. Es setzt eine Musik fort, wie sie sich in den späten fünfziger und frühen sechziger Jahren herausbildete: Jazz auf den Fundamenten des Bop, aber mit immer grösserem Atem und vielen Freiheiten. Di ...