Gregory Porter, zurzeit der angesagte Sänger in der namentlich für männliche Vokalisten harten Kategorie Jazz, war ein Frühberufener und Spätgefeierter. 1971 in Los Angeles geboren und aufgewachsen als Sohn einer alleinerziehenden Mutter, war er sozusagen in die schwarze Kirchenmusik, den Gospel, und deren säkularisierte Varianten Soul und Rhythm and Blues hineingeboren. Aber seinen Durchbruch schaffte er erst mit Alben wie «Water» (2010), «Be Good» (2012) und vor allem «Liquid Spirit» (2013). Sein voller, flexibler Bariton, der in seiner Eigenwilligkeit über jeden Verdacht erhaben ist, den das Samt-und-Seide-Material nahelegt, das mitunter zu seinen Vorlieben gehört (die S ...